17+ deutsche Kartenspiele: Das sind die 5 genialsten Vorteile!

17+ deutsche Kartenspiele: Das sind die 5 genialsten Vorteile!

Du fragst dich, warum diese alten Schinken immer noch so ziehen? Hier ist mein ganz persönliches Best-of der Gründe:

  • 🃏 Sofortiger Spielspaß: Keine stundenlangen Regelwerke wälzen! Ein kurzes „Wie war das noch mal?“ und schon geht’s los. Mau-Mau oder 17 und 4 lernst du in zwei Minuten.
  • 🧠 Training für die grauen Zellen: Strategie, Wahrscheinlichkeitsrechnung (Stichwort Skat!), Kopfrechnen – die Spiele halten dich mental fit. Ganz ohne teures Gehirnjogging-Abo!
  • 🧑‍🤝‍🧑 Echte Geselligkeit: Kein Smartphone, keine Ablenkung. Nur du, deine Freunde, die Karten und jede Menge Lachen. Das ist die Essenz des Beisammenseins.
  • 💰 Super günstig: Du brauchst nur ein (oder zwei) Decks Karten. Die Anschaffungskosten sind lächerlich gering, der Unterhaltungswert astronomisch hoch.
  • 🏡 Überall spielbar: Ob am Küchentisch, im Zug, beim Camping oder in der verrauchten Eckkneipe – ein Kartenspiel passt in jede Tasche.

Das Fundament: Warum die beliebtesten deutschen Kartenspiele ein Kulturgut sind

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei mir weckt der Geruch von alten Spielkarten sofort Erinnerungen an meine Oma. Sie saß stundenlang mit ihren Freundinnen beim Rommé und ich durfte als Kind zuschauen. Diese Spiele sind nicht nur Zeitvertreib, sie sind ein Stück unserer Identität, ein soziales Ritual, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Es geht um mehr als nur Gewinnen; es geht um Tradition, um das gemeinsame Erleben und manchmal auch um das hemmungslose Hauen und Stechen, wie man es eben unter Freunden macht.

Diese Spiele haben eine unglaubliche Resilienz bewiesen. Trotz PlayStation, Netflix und TikTok halten sie sich hartnäckig. Warum? Weil sie echt sind. Sie zwingen dich, deinen Blick vom Bildschirm zu heben und mit den Menschen am Tisch zu interagieren. Und das ist in unserer hyper-digitalisierten Welt Gold wert, oder?

Die Wurzeln vieler Spiele reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, manche sogar noch weiter. Sie haben sich regional unterschiedlich entwickelt, was ja das Schöne an ihnen ist. Frag mal einen Bayern nach Schafkopf und einen Rheinländer nach Doppelkopf – du wirst feststellen, dass es kleine, aber feine Regelabweichungen gibt, die jeweils für die Beteiligten die einzig wahre Version darstellen. Herrlich, diese Sturheit!


Mein Liebling 17 und 4 (Siebzehn und Vier)

Okay, fangen wir mit dem Klassiker der Klassiker an, der wirklich jeder schon mal gespielt hat, oft schon als Kind mit Cent-Beträgen. 17 und 4 – international bekannt als Black Jack – ist der Inbegriff des Glücksspiels mit einer minimalen Prise Strategie. Wobei, „Strategie“ ist hier vielleicht ein bisschen hochgestochen. Es ist eher eine Bauchentscheidung.

Der Reiz liegt in der einfachen Mathematikkette: Näher an 21 kommen als der Geber, ohne die magische Grenze zu überschreiten. Ich sage dir ganz ehrlich: Wenn ich zu einem Geber sage „Karte!“ und ich bin schon bei 19, und dann kommt eine Zwei – BUST! – da möchte ich jedes Mal den ganzen Tisch hochkant werfen. Die pure Frustration, die jeder kennt. Es ist dieses sofortige, emotionale Feedback, das süchtig macht.

Aber aufgepasst: Ein guter Geber beim 17 und 4 nutzt die Psychologie. Er zögert, er atmet tief durch, er gibt dir das Gefühl, dass er genau weiß, was du als Nächstes tun wirst. Und ganz oft hat er damit recht, die miese Socke! Mein Tipp? Spiele immer mit klarem Kopf und nicht nach dem Motto „Ach komm, eine geht noch!“ – das ist der sichere Weg ins Verderben.

  • Die Magie der 21: Das Ass zählt 11 oder 1, die Zehn und die Bildkarten zählen 10.
  • Einfache Entscheidung: Ziehen (Hit) oder stehen (Stand). Mehr gibt’s nicht!
  • Der Geber-Vorteil: Der Geber spielt immer zuletzt und muss meist bis mindestens 17 ziehen. Kenne diese Regel auswendig.
  • Quelle: 17-und-4.de

Der König der Stichspiele: Skat – Nur was für Strategen?

Ah, Skat. Die ultimative Königsdisziplin der deutschen Kartenspiele. Wenn du Skat spielen kannst, hast du bei vielen Leuten sofort einen Stein im Brett. Es ist kompliziert, es ist strategisch, es ist manchmal frustrierend, aber wenn du ein Null-Ouvert spielst und gewinnst, dann ist das ein Gefühl wie ein Hauptgewinn im Lotto.

Die Reizung ist das Herzstück von Skat. Dieses Pokerspiel vor dem eigentlichen Spiel, bei dem du versuchst, das höchste Gebot abzugeben, ohne zu überreizen – das ist pure Kunst. Ich kenne Leute, die können dir nach dem Reizen sagen, welche Farbe du spielen wirst, ohne dass du ein Wort sagst. Sie haben eine Intuition, die ich nur bewundern kann. Mein Fehler in jungen Jahren: Ich habe mich zu oft von meiner Hand blenden lassen und bin zu hoch eingestiegen. Seitdem gilt: Mutig sein, aber realistisch bleiben.

Und dann der Skat selbst, die beiden Karten, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen können. Wie oft saß ich da, hatte eine mäßige Hand, und der Skat schenkte mir den fehlenden Buben oder die entscheidende Zehn. Das ist der pure Nervenkitzel.

  • Der Reizwert: Berechnet sich aus Spitzen, Farbe und Spielstufe. Es ist ein Zahlenspiel, das man lernen muss.
  • Die Buben-Hierarchie: Kreuz-Bube ist der Höchste, gefolgt von Pik, Herz und Karo.
  • Der Null-Traum: Wenn du alle Stiche abgeben musst, um zu gewinnen – ein unglaublich riskantes, aber geniales Spiel.

„Skat ist wie Schach mit Joker. Es geht nicht nur darum, welche Karten du hast, sondern auch, welche Karten deine Gegner glauben, dass du sie hast.“

Quelle: Skat-Seiten auf Google


Familientradition und Hochverrat: Doppelkopf – Der norddeutsche Wirbelwind

Im Norden und Westen Deutschlands ist Doppelkopf das, was Skat im Osten und Süden ist: Ein Heiligtum. Was ich an Doko so liebe, ist die verdeckte Partnerschaft. Du weißt nie genau, wer mit dir im Team spielt, bis die erste Kreuz-Dame (die höchste Trumpfkarte) fällt. Und dann kommt es zum berüchtigten „Hochverrat“, wenn dein vermeintlicher Partner plötzlich einen Stich macht, den du unbedingt hättest haben müssen. Da fliegen die Fetzen, aber nur kurz, dann wird gelacht.

Das Besondere an Doppelkopf ist das Spiel mit zwei Decks. Das bedeutet, jede Karte gibt es doppelt! Das ist der Moment, in dem die Wahrscheinlichkeitsrechnung einsetzt. Hast du beide Kreuz-Damen? Dann bist du unantastbar. Hast du nur eine und dein Partner spielt eine ab? Dann ist die zweite bei den Gegnern. Dieses ständige Abwägen, Zählen und Bluffen macht es so fesselnd.

Ein Tipp von mir, den mir ein alter Doko-Meister mal ins Ohr geflüstert hat: Halte deine zweite Karo-Zehn (die „Fuchs“) so lange wie möglich zurück. Sie ist oft die entscheidende Karte, um den letzten Stich zu holen oder einen wichtigen Trumpf des Gegners zu k.o. zu schlagen.

  • Die „Dullen“ (Karo Zehnen): Sie sind die zweithöchsten Trümpfe, unglaublich wertvoll.
  • „Re“ und „Kontra“: Die Ansage, dass das eigene Team gewinnt oder verliert – die Punkteverdopplung für Mutige.
  • Die Hochzeit: Wenn ein Spieler zu Beginn beide Herz-Zehnen hat und sich einen neuen Partner sucht. Ein seltener, aber spannender Spielzug.

Geschwindigkeit und Chaos: Mau-Mau – Mehr als nur Kinderkram

Gibt es jemanden, der Mau-Mau nicht kennt? Ich glaube nicht. Es ist das ultimative Spiel für Zwischendurch, für die Zugfahrt oder für den Moment, wenn der kompliziertere Kram einfach zu viel ist. Es mag simpel erscheinen, aber ich verspreche dir: Die emotionale Intensität bei Mau-Mau kann die von Skat oder Doko locker übertreffen.

Der Moment, in dem dein Gegner nur noch eine Karte auf der Hand hat, „Mau!“ ruft, und du hast genau die passende Sieben (zwei ziehen!) oder den Buben (Farbe wünschen!) – das ist der pure Triumph. Und umgekehrt: Der Frust, wenn du glaubst, du gewinnst, und dein bester Freund klatscht dir die vierte Acht (Richtungsumkehr!) hin, nur um dir eins auszuwischen. Das ist die Art von Chaos, die wir lieben.

Mau-Mau lehrt uns eine wichtige Lektion im Leben: Halte deine Optionen offen. Versuche, die Farben auf deiner Hand auszugleichen, und hebe dir die Aktionskarten (Sieben, Acht, Bube) für den entscheidenden Moment auf. Wer seine beste Karte zu früh spielt, hat schon verloren.

  • Die Macht des Buben: Erlaubt dir, die Farbe zu wechseln. Dein wichtigstes strategisches Werkzeug.
  • Die Sieben (Zwei ziehen): Eine fiese Karte, die für Kettenreaktionen sorgen kann.
  • Die Acht (Aussetzen/Richtungsumkehr): Klein, aber oho! Perfekt, um deinen direkten Gegner zu ärgern.

Ein Herz und eine Seele: Rommé/Rummy – Das Sammelfieber

Rommé – oder wie meine Oma immer sagte: „Rummy“ – ist ein entspanntes Spiel für lange Abende. Es geht nicht um Stiche, sondern um das Sammeln und Auslegen von Sequenzen (mindestens drei aufeinanderfolgende Karten der gleichen Farbe, z.B. 7-8-9 Karo) und Gruppen (drei oder vier gleiche Karten, z.B. drei Damen).

Es ist das perfekte Spiel für mich, wenn ich mal abschalten muss. Das meditative Sortieren der Karten auf der Hand, das Warten auf die entscheidende Karte, die dein Set vervollständigt – das ist entspannender als jede Yoga-Stunde. Aber unterschätze es nicht! Wenn du zu gierig wirst und auf die perfekte Hand wartest, kann dein Gegner schneller „Rommé!“ rufen, als du „Mist!“ sagen kannst.

Der Schlüssel zum Erfolg ist die Beobachtungsgabe. Welche Karten wirft dein Gegner ab? Wenn er ständig Herzen wegwirft, weißt du, dass du eine Herz-Sequenz wahrscheinlich vergessen kannst. Nutze diese Informationen, um deine Strategie anzupassen und ihn genau mit den Karten zu versorgen, die er nicht gebrauchen kann. Das ist passive Aggressivität auf hohem Niveau, und ich liebe es!

  • Die Sequenz: Drei oder mehr Karten der gleichen Farbe in Folge. Das Fundament deines Spiels.
  • Der Joker: Ein echter Game-Changer, der jede Karte ersetzen kann. Halte ihn so lange wie möglich zurück.
  • Das Anlegen: Du kannst Karten an die bereits ausgelegten Sets anlegen, um selbst schneller deine Hand leer zu bekommen.

Nervenkitzel am Tisch: Bayerisches Schafkopf – Die süddeutsche Institution

Als Wahlbayer muss ich natürlich über Schafkopf sprechen. Es ist das bayerische Pendant zu Skat, aber mit seinen eigenen, oft verwirrenden, Regeln. Das Spiel wird meist zu viert gespielt, wobei es auch die Variante des Solo gibt. Die Eichel-Ober und die Gras-Ober (entspricht Kreuz und Pik) sind die höchsten Trümpfe, gefolgt von den Unter und den Herz-Karten. Verwirrend, oder? Aber wenn du es einmal verstanden hast, ist es genial.

Der emotionale Höhepunkt ist der Moment, in dem du eine Sau (ein Ass) spielst und dein Partner sie sticht, weil er annimmt, dass sie bei dir frei ist. Das ist Teamwork, das unter die Haut geht. Die größte Frustration: Wenn du ein „Armut“ meldest (du hast nur Trümpfe auf der Hand) und dich keiner spielen lassen will. Da fühlt man sich ausgeschlossen, wie bei einer Party ohne Einladung.

  • Rufspiel: Die häufigste Variante, bei der man den Partner durch das Rufen eines Asses bestimmt.
  • Solo: Ein Spieler spielt allein gegen die anderen drei. Der ultimative Test der eigenen Karten.
  • Wenz: Ein Solo-Spiel, bei dem nur die Unter (Buben) Trümpfe sind. Die absolute Abwechslung zum normalen Spiel.

Das Zählkunstwerk: Elfer Raus! – Der unkaputtbare Evergreen

Okay, technisch gesehen ist Elfer Raus! ein Legespiel und kein reines Stichspiel, aber es gehört einfach in diese Riege. Es ist das Spiel, das jeder im Schrank hat und das man auch mit 80-Jährigen und 8-Jährigen gleichzeitig spielen kann. Die Regeln sind simpel: Du legst Karten in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge ab, immer ausgehend von der Elfer-Karte der jeweiligen Farbe.

Der Suchtfaktor entsteht durch die Blockade-Taktik. Wenn du die entscheidende Karte (oft die Zehn oder die Zwölf) zurückhältst, blockierst du den ganzen Spielfluss für deine Mitspieler. Und das ist befriedigend! Es ist ein subtiles, kleines Machtspiel, das am Ende doch nur davon abhängt, was du auf die Hand bekommst.

Persönliche Anekdote: Ich habe mal ein Elfer Raus!-Turnier im Urlaub gespielt. Der Gewinner war ein 7-jähriger Junge, der einfach keine Ahnung von Strategie hatte, aber die absolut besten Karten. Manchmal gewinnt einfach das pure, unverdorbene Glück. Und das ist ja auch okay.

  • Die 11 als Start: Jede Reihe beginnt mit der Elfer-Karte.
  • Der „Schuss“: Wenn du eine 11 hast und direkt nach dem Start spielst, kannst du eine ganze Reihe eröffnen.
  • Karten zählen: Unbedingt darauf achten, welche Karten noch fehlen. Das ist die halbe Miete.

Anwendungsbeispiel: Mein peinlichster 17 und 4 Moment 😬

Lass uns das Ganze mal in die Praxis umsetzen. Hier ist ein Beispiel, das zeigt, wie schnell man aus Übermut alles verlieren kann:

Wir spielten 17 und 4 in einer feucht-fröhlichen Runde. Ich war Geber. Ein Spieler („Markus“) hatte 18. Ich hatte eine 10 und ein Ass, also 21 – ein „Black Jack“ (17 und 4). Ich zeigte das Ass, die zehn lag verdeckt. Markus, sichtlich angetrunken, grölte: „Ich habe 18! Das ist besser als 21, ich bleibe stehen!“

Ich grinste, drehte die zehn um. Stille. Er hatte total vergessen, dass mein Ass 11 zählen konnte. Er dachte, ich hätte nur 11 (Ass + verdeckte 1). Er hatte die Regel komplett ignoriert. Ich nahm seinen Einsatz ein, er schaute mich mit leeren Augen an.

Die Lektion: Egal wie viel Spaß du hast, kenne die Basis-Regeln. Diese Spiele sind unkompliziert, aber ein kleiner Flüchtigkeitsfehler kann dich teuer zu stehen kommen. Strategie ist wichtig, aber Regel-Expertise ist das Fundament.


Checkliste für deinen nächsten Kartenspiel-Abend ✔️

Damit dein nächster Abend ein voller Erfolg wird, hier meine persönliche Checkliste, die ich immer befolge (und die ich schon oft missachtet habe, mit katastrophalen Folgen):

KriteriumStatusWarum es wichtig ist (Mein Senf dazu)
Zwei Decks (32er/52er)[ ]Für Doppelkopf und Rommé brauchst du zwingend zwei Decks, sonst fehlt der Reiz!
Genügend Licht[ ]Kartenfarben verwechseln ist peinlich, besonders bei Skat.
Klar definierte Regeln[ ]Klärt VOR dem ersten Spiel, ob nach Kneipen- oder Hausregeln gespielt wird. Das spart Stress.
Getränke & Snacks[ ]Ein Kartenspiel ohne Bier und Salzstangen ist wie ein Strand ohne Meer.
Pausen einplanen[ ]Konzentrationsspiele wie Skat ermüden schnell. Nach 90 Minuten 15 Minuten durchatmen!

Strategie-Deep-Dive: So optimierst du dein Spiel 🎯

Die Psychologie des Abwerfens

Egal, ob Rommé oder Skat: Das bewusste Abwerfen von Karten ist ein psychologisches Duell. Wirf niemals eine Karte ab, die dein Gegner dringend braucht, um ein Set zu bilden. Wirf stattdessen Karten ab, die neutral sind oder die scheinbar gut zu deiner Hand passen, um ihn in die Irre zu führen. Das ist das A und O des Bluffens.

Das Zählen von Trümpfen und Spitzen

Beim Skat und Doppelkopf ist das Trumpfzählen die wichtigste Fähigkeit. Du musst nach dem dritten Stich wissen, wie viele Trümpfe noch im Spiel sind. Nimm dir die Zeit. Das ist kein Manko, das ist strategische Tiefe. Wer die Trümpfe kontrolliert, kontrolliert das Spiel.

Die Kunst des „Verlierens“

Manchmal ist der beste Spielzug, einen Stich bewusst abzugeben. Wenn du beim Doppelkopf weißt, dass dein Gegner den Stich sowieso gewinnt, wirf eine möglichst wertlose Karte ab. Spare dir deine Asse und Zehnen für die entscheidenden Stiche. Verlieren mit Würde ist oft die beste Strategie.


Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Kurz und Knapp


Welche Kartenspiele kann man zu zweit spielen?

Für zwei Personen eignen sich Rommé (hier: Canasta oder Gin Rummy) sowie adaptierte Varianten von 17 und 4 oder das französische Piquet. Aber mal ehrlich, Mau-Mau geht auch gut, wenn man die Regeln etwas anpasst.


Was ist der Unterschied zwischen Skat und Doppelkopf?

Skat wird zu dritt mit einem 32er-Blatt gespielt und jeder spielt für sich, wobei es Partnerschaften durch die Reizung gibt. Doppelkopf wird zu viert mit zwei 48er-Blättern gespielt, wobei sich die Partnerschaften durch das Besitzen der Kreuz-Damen ergeben.


Sind Kartenspiele in Deutschland Glücksspiel?

In Deutschland gelten Kartenspiele wie Skat, Doppelkopf oder Rommé nicht als illegales Glücksspiel, solange der Spieleinsatz gering ist und der soziale Aspekt im Vordergrund steht. 17 und 4 (Black Jack) in seiner offiziellen Form gilt aber in Spielbanken als Glücksspiel und unterliegt den dortigen Regeln.


Wie lange dauert eine Partie Skat in der Regel?

Das kommt auf die Geschwindigkeit der Spieler an. Eine volle Runde (d.h. jeder war einmal Geber) dauert typischerweise zwischen 30 und 45 Minuten. Ein ganzer Abend mit 4 bis 5 Runden kann locker drei bis vier Stunden dauern.


Was ist ein „Solo“ beim Schafkopf?

Ein „Solo“ beim Schafkopf bedeutet, dass der Spieler, der das Solo ansagt, ohne Partner gegen die anderen drei Spieler antritt. Es ist die riskanteste und punktreichste Spielvariante.


Gibt es regionale Unterschiede bei Mau-Mau?

Ja, riesige sogar! Die Regeln für die Aktionskarten (wie die Sieben oder der Bube) variieren stark. Manchmal muss bei der Sieben nur einer ziehen, manchmal zwei oder sogar vier. Klärt das immer vorher ab, um Streit zu vermeiden.


Welche Karten eignen sich am besten für deutsche Kartenspiele?

Die meisten traditionellen Spiele (Skat, Schafkopf, Doppelkopf) werden mit dem Deutschen Blatt (mit Eichel, Laub, Herz, Schellen) gespielt. Für Rommé oder 17 und 4 ist das Französische Blatt (mit Kreuz, Pik, Herz, Karo) üblicher.


Was ist das „Reizen“ beim Skat?

Das Reizen ist das Gebotsverfahren vor Spielbeginn. Die Spieler bieten sich gegenseitig Werte (Reizwerte) an. Der Spieler, der das höchste Gebot abgibt und hält, wird Alleinspieler und darf das Spiel bestimmen (z.B. welche Farbe Trumpf wird).


Kann man Doppelkopf auch zu dritt spielen?

Man kann Doppelkopf mit angepassten Regeln (z.B. der Geber spielt nicht mit) zu dritt spielen, aber die volle strategische Tiefe entfaltet sich erst mit der klassischen Vierer-Besetzung.


Was ist eine „Fuchsjagd“ beim Doppelkopf?

Eine Fuchsjagd ist eine Variante, bei der die Spieler nicht als festes Team spielen, sondern alle gegen den oder die Spieler, die einen oder beide Füchse (die Karo Zehnen) auf der Hand halten.


Glossar – Fachbegriffe einfach erklärt

BegriffErklärung (Meine Laien-Übersetzung)Spiel(e)
TrumpfDie Farbe, die in dieser Runde am mächtigsten ist und jede andere Farbe stechen kann.Skat, Doppelkopf, Schafkopf
StichDie Karten, die von den Spielern in einer Runde ausgespielt werden. Der Spieler mit der höchsten Trumpf- oder Farbkarte gewinnt den Stich.Skat, Doppelkopf, Schafkopf
ReizungDas Gebot vor Spielbeginn, um festzulegen, wer Alleinspieler wird und wie wertvoll das Spiel ist.Skat
Buben-HierarchieDie feste Rangfolge der vier Buben (höherwertig) beim Skat und Schafkopf (dort Unter genannt).Skat, Schafkopf
BustDie magische 21 überschritten! Man verliert sofort.17 und 4
AnlegenKarten an bereits ausgelegte Sets oder Sequenzen von Mitspielern hinzufügen.Rommé

Weiterführende Artikel (Für deinen nächsten Lese-Marathon)

  • Poker-Strategien für Einsteiger: Vom Anfänger zum Bluff-Meister
  • Die 10 besten Solitär-Varianten für entspannte Abende
  • Canasta vs. Rommé: Die feinen Unterschiede im Detail
  • Schafkopf lernen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Nicht-Bayern
  • Die Geschichte des Deutschen Blattes: Warum Eichel, Laub, Herz und Schellen?

Abschließendes Plädoyer – Darum ist das Kartenspiel unschlagbar

Wenn ich ehrlich bin, ist das größte Geschenk dieser beliebtesten deutschen Kartenspiele nicht der Sieg, sondern die Ablenkung vom Alltag. Du tauchst für ein paar Stunden in eine Welt ab, in der es nur um Karten, Konzentration und das Lachen deiner Freunde geht. Es ist analoger Social-Media-Ersatz, der wirklich glücklich macht. Wir können stundenlang über Algorithmen und Strategien reden, aber am Ende zählt nur das Gefühl, wenn du den entscheidenden Trumpf spielst und alle stöhnen. Das ist pures, menschliches Vergnügen. Lass uns das in Ehren halten und weitergeben!

  • 🃏 Geselligkeit schlägt Digitalisierung: Kein Smartphone, nur echte Interaktion.
  • 🧠 Strategie ist Kopfsache: Die Spiele halten uns geistig fit wie kaum ein anderes Hobby.
  • 💖 Traditionspflege: Wir bewahren ein wichtiges Stück deutscher Kultur am Küchentisch.

Quellen und Inspiration (Keine Garantie auf Gewinne, nur auf Wissen!)

  1. Skat-Verband: Offizielle Regeln des Deutschen Skatverbands (DSkV).
  2. Doppelkopf-Regelwerk: Umfassende Sammlung der offiziellen Doko-Regeln.
  3. Rommé-Regelbuch: Detailierte Erklärungen zu allen gängigen Rommé- und Rummy-Varianten.
  4. Spielkartenfabrik ASS Altenburg: Informationen zur Geschichte des Deutschen und Französischen Blattes.
  5. Deutsche Gesellschaft für Glücksspielforschung (wenn auch Black Jack betreffend): Infos zur rechtlichen Einordnung von Kartenspielen.